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14/11/2016| Arthrose hat viele Ursachen.

Schon der Name Arthrose verheißt nichts Gutes. Denn die Endung auf "...ose" bedeutet, dass es sich um Verschleißerscheinungen handelt, deren Folgen nicht rückgängig gemacht werden können. Arthrose ist also nicht heilbar. Doch die Symptome der Arthrose können gut behandelt werden.

Ein gesunder Knorpel wirkt wie ein Puffer zwischen den Knochen. Ähnlich wie ein Gelkissen federt er jede Bewegung ab. Bei einer Arthrose kann der Knorpel diese Aufgabe nicht mehr erfüllen. Im schlimmsten Fall ist er sogar ganz weg. Dann reiben die Knochen aneinander, und das verursacht Schmerzen. Im fortgeschrittenen Stadium schwillt außerdem das Gelenk an. Viele Betroffene wissen auch gar nichts von ihrer Krankheit, denn nicht immer verursacht sie Schmerzen. Denn das Schmerzempfinden ist bei jedem Mensch anders.

Am häufigsten entsteht die Arthrose im Knie. Verbreitet ist sie auch in den anderen großen Gelenken, also in der Hüfte und in der Schulter. Der Knorpel kann sich jedoch in jedem Gelenk, auch in einem kleinen, abbauen. Die Ursachen sind vielfältig: Dazu gehören Fehlstellungen, zum Beispiel des Fußes oder der Hüfte. Auch frühere Verletzungen, etwa ein Bänderriss oder ein Bruch, oder Entzündungen können zu einer Arthrose führen. Noch immer sind aber nicht alle Ursachen bekannt.

Fest steht aber, dass mit steigendem Alter das Risiko wächst. Weitere Risikofaktoren sind zu wenig Bewegung und zu viel Gewicht. Denn je korpulenter ein Mensch ist, desto mehr Gewicht müssen seine Gelenke bewältigen. Bewegung sorgt dagegen dafür, dass der Knorpel mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird und gesund bleibt. Außerdem werden beim Sport die Muskeln trainiert, und eine trainierte Muskulatur entlastet die Gelenke.

Die Behandlung einer Arthrose hängt auch von ihrer Ursache ab - sofern diese feststellbar ist. Fehlstellungen können zum Beispiel mit angeschrägten Schuhsohlen oder Einlagen ausgeglichen werden. Gegen die akuten Schmerzen helfen Medikamente, ansonsten ist die Liste der Mittel lang. Kortisonspritzen sind eine Möglichkeit. Krankengymnastik kann ebenso helfen wie eine Stromtherapie. Letzter Ausweg ist die Operation, in der das Gelenk versteift oder ein Implantat eingesetzt wird.

Bewährt haben sich auch Injektionen mit Hyaluronsäure, die ein Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit ist und ihr Elastizität verleiht. So erhält die Gelenksflüssigkeit ihre schmierenden und stoßdämpfenden Eigenschaften wieder und kann Knorpel und Weichteile vor Belastungen und Verletzungen schützen. Dadurch verbessert sich die Beweglichkeit des Gelenks und die Schmerzen lassen nach.

© APA (Robert Parigger).

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