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27/04/2017| Frühjahrsmüdigkeit erfolgreich bekämpfen.

 

Die Natur erwacht - aber der Mensch will schlafen. Viele fühlen sich schlapp, obwohl draußen die Sonne lockt. Frühjahrsmüdigkeit ist eine unangenehme Nebenwirkung des Frühlings. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass die Frühjahrsmüdigkeit keine Krankheit ist und dass sie vergeht. Außerdem kann man aktiv etwas dagegen tun.

 

 

Die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Genau wie Tiere regulieren auch Menschen ihren Stoffwechsel und Hormonhaushalt entsprechend den äußeren Bedingungen wie Licht oder Temperatur. Wenn es kalt und dunkel ist, schützt sich der Körper. Im Winter ist unsere Kerntemperatur um ein paar Zehntel Grad Celsius niedriger als im Sommer. Dadurch wird der Stoffwechsel verlangsamt. Der Körper hält also eine Art Mini-Winterschlaf. In diesen Monaten produziert der Körper verstärkt das Schlafhormon Melatonin. Die Folge ist ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis.

 

Wenn dann im Frühjahr die Sonne wieder länger und kräftiger scheint, muss sich der Körper umstellen. Die Körpertemperatur steigt, die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt. Das Licht bewirkt eine vermehrte Ausschüttung des Aktivitätshormons Serotonin. Doch diese Anpassungsvorgänge schafft der Körper nicht von einem Tag zum nächsten. Sie dauern etwa zwei bis drei Wochen. Die Lethargie im Frühjahr kann aber noch weitere Ursachen haben: mangelnde Bewegung während der Wintermonate, reichhaltiges und einseitiges Essen und eine unzureichende Sauerstoffversorgung in der Heizperiode.

 

Doch die Beschwerden lassen sich oft mit einfachen Mitteln lindern. Man sollte viel im Freien unterwegs sein. Tageslicht und Bewegung aktivieren den ganzen Körper. Das ist wichtig, denn besonders betroffen von Frühjahrsmüdigkeit sind unter anderem Menschen, die sich im Winter wenig bewegt haben.

 

Auch mehr Sorgfalt bei der Ernährung kann bereits erste Abhilfe schaffen. Viel frisches Obst und Gemüse versorgen den Körper mit einer Extraportion Vitamine und Mineralstoffe. Dabei kommt es nicht darauf an, einzelne Vitamine oder Nährstoffe hervorzuheben. Viel wichtiger ist ein insgesamt ausgewogener Speiseplan. Dabei stellen kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis und Kartoffeln eine wertvolle Komponente dar. Sie sättigen und haben einen geringen Fettanteil. Und sie schlagen der Frühjahrsmüdigkeit noch ein weiteres Schnippchen: Mit ihrer Hilfe bildet der Körper das Glückshormon Serotonin. Auch ausreichendes Trinken gehört zum Antimüdigkeitsprogramm. So wird der Körper von innen fit für den Frühling.

 

Wenn die Frühjahrsmüdigkeit trotzdem zuschlägt, ist es hilfreich, eine kurze Pause einzulegen und frische Luft zu tanken. Kaltes Wasser auf den Unterarmen oder ein feuchtes Handtuch auf der Stirn kann die Beschwerden verscheuchen. Alles in allem sollte man dem Körper Zeit geben, es ruhiger angehen und die Beschwerden nicht zu schwer nehmen. Denn früher oder später verschwindet die Frühjahrsmüdigkeit von ganz allein.

Bild-Credit: APA (dpa)

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