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07/12/2016| Grippe oder Erkältung - wie man den Unterschied erkennt.

Sobald es draußen kalt und nass ist, haben Virusinfektionen Hochsaison: Der Kopf brummt, die Nase läuft und der Körper schmerzt - solche Symptome sind gerade im Winter typisch. Häufig stellt man sich dann die Frage: Ist es nur eine Verkühlung oder eine Grippe?

Verkühlung und Grippe haben in der kalten Jahreszeit Hochsaison. Und mit Kopfweh, Schleim in der Nase, Fieber und schmerzenden Gliedern haben beide Erkrankungen einige Symptome gemeinsam. Aber es gibt entscheidende Unterschiede. Eine Verkühlung hat man in der Regel mehrfach im Jahr. Die Nase läuft, man hat Halsschmerzen, Kopfweh und vielleicht auch Gliederschmerzen. Die Symptome beginnen langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, beeinträchtigt zwar das Befinden, aber man ist nicht schwer krank. In den meisten Fällen haben Betroffene kein Fieber und müssen auch nicht zum Arzt.

Ganz anders dagegen die echte Grippe: Sie beginnt meist plötzlich und schlägt rasch und hart zu. Grippekranke fühlen sich schnell sehr krank. Normalerweise fühlt man sich in der Früh noch gesund und hat am Abend plötzlich 39 oder 40 Grad Fieber. Dazu kommen Symptome wie Kopf-, Glieder- und Knochenschmerzen, Husten, Schnupfen und Appetitlosigkeit. Bei Babys und Kleinkindern können Magen-Darm-Beschwerden dazukommen. Betroffene fühlen sich bei echter Grippe sehr krank. Wichtig ist, reichlich zu trinken, denn bei Fieber kann der Körper schnell zusätzlich zwei Liter Flüssigkeit verlieren. Außerdem sollte man sich schonen und ruhig einige Tage im Bett verbringen. Zusätzlich kann man zu fiebersenkenden Medikamenten und Schmerzmitteln greifen.

Ein grippaler Infekt ist meistens innerhalb einer Woche vorbei. Auch bei einer echten Grippe lassen die schlimmsten Beschwerden innerhalb einer Woche spürbar nach. Allerdings kämpfen Betroffene oft noch länger mit Erschöpfung und Husten.

Doch wann sollte man einen Arzt konsultieren? Generell sollten ältere Menschen bei hohem Fieber eher früh zum Arzt gehen. Das Gleiche gilt für Menschen mit einer Grunderkrankung wie Herz- oder Lungenkrankheiten. Eltern sollten auch mit kleinen Kindern bei Grippeverdacht zum Arzt gehen. Alle, die nicht in eine dieser Gruppen fallen, aber eine typische Grippe mit deutlichem Krankheitsgefühl und zusätzlich Beschwerden wie Atemnot, Kreislaufstörungen oder Schwindel haben, sollten ebenfalls unbedingt zum Arzt gehen.

Antibiotika sind übrigens weder bei Verkühlungen noch bei Grippe sinnvoll, denn sie wirken gegen Viren nicht. Anders ist das bei einer sogenannten opportunistischen bakteriellen Infektion. In diesem Fall nützen Bakterien die durch die Virusinfektion geschwächte Verfassung des Körpers aus und verursachen eine weitere Infektion, zum Beispiel Lungenentzündung oder Bronchitis. In diesem Fall wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben.

© APA (Barbara Gindl)

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