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24/10/2017| Schutz vor Zecken ist immer wichtig

Schutz vor Zecken ist immer wichtig

Sie sind klein, leben im Grünen und saugen sich gerne mit Blut voll. Zecken lauern in der Natur und können gefährliche Krankheiten übertragen. Sich zu schützen, ist daher wichtig.

Zecken können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten übertragen - zu den bedeutendsten zählen aber die Borreliose, eine bakterielle Infektion, und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Virus-Infektion. Unerkannt und unbehandelt kann die Borreliose zu chronischen Schädigungen unter anderem des Herzens, der Nerven und der Gelenke führen. Wer von einer Zecke gebissen wurde, sollte aufmerksam seinen Körper beobachten. Tritt eine Hautrötung an der Einstichstelle auf, sollten Betroffene sofort zum Arzt. Sie ist ein Hinweis auf eine Borreliose. Eine Behandlung mit Antibiotika ist dann erforderlich.

Bei der FSME handelt es sich um eine fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich. Bei der FSME kommt es in der Regel nach einigen Tagen zu grippeähnlichen Symptomen und Fieber. Anschließend machen sich neurologische Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen oder epileptische Anfälle bemerkbar. Vor FSME kann man sich aber durch eine Impfung schützen. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung.

Zecken sitzen vor allem im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Wichtig ist es daher, sich beim Aufenthalt in der Natur ausreichend zu schützen. Lange Kleidung kann helfen, Wanderer können auch die Hosenbeine in die Strümpfe stecken. Zeckenabweisende Mittel können ebenfalls helfen. Bei einem Test der Stiftung Warentest schnitten diese Präparate gut ab. Wichtig ist aber immer, seinen Körper nach dem Aufenthalt in der Natur gründlich abzusuchen.

Viele glauben, Zecken gibt es nur im Frühling und im Sommer - also, wenn es draußen warm ist. Das stimmt aber nicht. Zecken sind dann aktiv, wenn die Temperatur einige Tage bei rund sieben Grad liegt. Das kann auch schon an wärmeren Tagen im Winter der Fall sein. Natürlich ist das Risiko zu dieser Zeit geringer, von einer Zecke gebissen zu werden, weil man nicht so leicht bekleidet wie im Sommer im Grünen unterwegs ist. Absuchen sollte man sich aber dennoch. Denn Zecken können auch unter das Hosenbein kriechen.

Wer einen kleinen Blutsauger am Körper entdeckt, sollte ihn sofort entfernen. Dadurch lässt sich das Risiko deutlich verringern, dass Borreliose-Erreger übertragen werden. Die Borrelien befinden sich im Darm der Zecken und werden erst nach einiger Zeit übertragen, in der Regel nach rund einem Tag. Die Zecke darf aber nicht einfach mit den Fingern herausgezogen werden. Denn dabei besteht die Gefahr, dass man ihren Hinterleib quetscht und dadurch mehr Krankheitserreger übertragen werden. Man sollte auch nicht versuchen, die Zecke mit Klebstoff, Öl, einem Feuerzeug oder sonst einem Hausmittel zu bearbeiten.

Die Zecke muss mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Dafür wird sie im Kopfbereich möglichst nah an der menschlichen Haut angefasst und vorsichtig mit gleichmäßiger Geschwindigkeit herausgezogen. Anschließend muss die Wunde gründlich desinfiziert werden.

Bild-Credit Zecken: APA (dpa)

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