Pilzinfektionen der Haut

Hautpilzinfektionen sind in der Regel harmlos, sie können jedoch sehr hartnäckig sein und durch ihre oft chronische Ausprägung zu einem starken Leidensdruck der Erkrankten führen. Neben der Infektionsproblematik stellen sie auch ein kosmetisches Problem dar.

Wie kommt es zu einer Pilzinfektion der Haut?
Pilzinfektionen treten  besonders an Körperstellen auf, die häufig einem feucht sind oder wo Haut direkt auf Haut trifft: Zehenzwischenräume, unter den Achseln, im Genitalbereich oder unter der weiblichen Brust bieten Pilzen feuchtes und warmes Klima und begünstigen ihr Wachstum.
Die Übertragung erfolgt meist direkt über Körperkontakt von Mensch zu Mensch, von Tier zu Mensch (Katzen, Hunde, Nagetieren, Schafe – was aber in Mitteleuropa vergleichsweise selten vorkommt) oder indirekt über kontaminierte Gegenstände und Oberflächen (Kämme, Handtücher, Schuhe, Fußböden).
Begünstigende Faktoren für Hautmykosen sind feuchtwarmes Milieu (Badezimmer, Schwimmbäder, Schuhe, Sauna etc.), eine schwache Immunabwehr, Diabetes, starkes Schwitzen (vor allem in den Sommermonaten), und mangelnde Hygiene. Auch synthetische Kleidung erhöht das Risiko einer Mykose, weil sie die Schweißbildung fördert und somit die Haut anfälliger macht.

Was sind die Symptome einer Pilzinfektion der Haut?
Hautpilz ist kein einheitliches Krankheitsbild, tritt jedoch stets in Verbindung mit einem stark erhöhten Juckreiz auf. Die infizierten Stellen sind rot und gereizt. An den betroffenen Stellen schuppt sich die Haut und es kann zu schmerzhaften Wundflächen und Bläschenbildung kommen. An behaarten Stellen kommt es häufig zu  kreisrunden, haarlosen Stellen  als Folge eines Pilzbefalls.

Tipps und vorbeugende Maßnahmen
So schützen Sie sich vor einem Fußpilz:
  • Waschen Sie sich täglich die Füße und trocknen Sie sich die Zehenzwischenräume gut ab.
  • Tragen Sie bequeme und auch luftdurchlässige Schuhe.
  • Verletzen Sie sich nicht bei Pediküre und Maniküre.
  • Versuchen Sie das Schwitzen in den Schuhe zu vermeiden und waschen Sie täglich Strümpfe und Socken.
  • Verwenden Sie Strümpfe und Socken aus Baumwolle oder atmungsaktivem Material.
  • Trocknen und lüften Sie Ihre Schuhe, bevor Sie sie wieder anziehen.
  • Achten Sie auf Hygiene indem Sie in Fitness-Studios, Schwimmbädern, Saunen usw. ihre eigenen Badeschlappen tragen.
  • Verwenden Sie zu Hause getrennte Handtücher und laufen Sie nicht barfuß herum.


Wie therapiert man Pilzinfektionen der Haut?
Konsequente Behandlung und Therapietreue von seiten des Patienten sind sehr wichtig. Die Therapie einer Pilzinfektion sollte eine gut abgesicherte Diagnose mittels mikroskopischer Beurteilung des Abstriches und einer Pilzkultur vorangehen. Dermatomykosen sind sehr gut mit lokalen Antimykotika (gegen Pilze wirksame Substanzen) in Forma von Cremen, Salben, Lösungen und Shampoos behandelbar. Hartnäckige und chronische Hautmykosen benötigen oft eine systemische Therapie in Form von Tabletten.
Die lokale Therapie ist immer mindestens zwei Wochen über die klinische Heilung (Verschwinden der Symptome) hinaus weiterzuführen, da sich nicht abgetötete Pilzsporen ansonsten ungehemmt weiterverbreiten.

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