Übelkeit

Patientenbefragungen zeigen, dass Übelkeit und Erbrechen zu den unangenehmsten und am meisten beeinträchtigenden Nebenwirkungen während und nach einer Chemotherapie zählen. Die für den Patienten äußerst belastenden Beschwerden können bis hin zum Therapieabbruch führenden und damit den Erfolg der eigentlichen Krebstherapie beeinträchtigen.
Trotz Verbesserungen innerhalb der letzten 20 Jahre zeigt sich, dass nach wie vor etwa 50% der Patienten unter diesen Nebenwirkungen leiden.
Das Ziel ist daher eine Verbesserung der Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen zu erreichen um damit die Lebensqualität der Patienten zu steigern.

Wie kommt es zu Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie?
Übelkeit und Erbrechen stellen einen Schutzreflex dar, der es dem Körper möglich macht, sich von schädlichen Substanzen zu befreien. Die genauen Ursachen für die Entstehung dieser Nebenwirkungen im Rahmen einer Chemotherapie sind aber nach wie vor nicht vollständig geklärt.
Zum einen geht man von einer direkten Wirkung von Chemotherapeutika innerhalb eines Gehirnareals aus, das als Brechzentrum bezeichnet wird.
Zum anderen setzten Chemotherapeutika aus speziellen Zellen des Magen-Darm-Trakts den Botenstoff Serotonin frei, der über die Erregung von Nervenbahnen ebenfalls zur Stimulation des Brechzentrums und damit zum Erbrechen führt. Dabei bindet Serotonin an spezielle Serotonin Rezeptoren, und startet damit den Vorgang des Erbrechens. Psychische, optische und andere Reize tragen ebenfalls zur Entstehung von Erbrechen bei.

Folgen von Übelkeit und Erbrechen
Übelkeit und Erbrechen stellen eine starke psychische Belastung dar und können die Lebensqualität der Patienten beträchtlich mindern.
Ernst zu nehmende körperliche Folgen sind zum Beispiel Flüssigkeitsverlust, Blutdruckabfall bis hin zu einer neuerlichen Hospitalisierung des Patienten. Außerdem kann es zu einer verringerten Kalorienzufuhr und zu unerwünschtem Gewichtsverlust kommen.
Eine gute antiemetische Therapie (Therapie gegen Übelkeit und Erbrechen) und die Behandlung der damit assoziierten Nebenwirkungen stellen einen wichtigen Bestandteil der Begleittherapie eines Krebspatienten dar.

Richtlinien zur Vorbeugung und Behandlung
Um die Entstehung des Erbrechens verhindern zu können, ist es von Bedeutung, bereits am Anfang der Chemotherapie die optimale antiemetische Therapie (Therapie gegen Übelkeit und Erbrechen) zu wählen. Internationale Gremien (MASCC, ASCO und NCCN) erstellen in regelmäßigen Intervallen Empfehlungen für die antiemetische Prophylaxe und Therapie. Unter Einhaltung dieser internationalen Empfehlungen und der Berücksichtigung der individuellen Risikofaktoren können Übelkeit und Erbrechen bestmöglich verhindert oder kontrolliert werden.
Der Wirkmechanismus dabei ist primär die Blockade der Rezeptoren, an die freigesetztes Serotonin bindet und damit Übelkeit und Erbrechen auslöst. Die bisher zugelassenen Vertreter dieser Substanzklasse (5-HT3 Rezeptor Antagonisten) sind gut wirksam und verträglich und müssen für einen wirksamen Schutz meist als Tablettentherapie über ein bis mehrere Tage eingenommen werden. Trotz dieses verbesserten Schutzes sind etwa 50% der Patienten nach wie vor von Nebenwirkungen betroffen. Um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern ist es daher notwendig, sowohl neue Wirkmechanismen zu erforschen, als auch an einer Verbesserung und Weiterentwicklung bewährter therapeutischer Strategien zu arbeiten. 
Palonosetron (ALOXI®) steht als Vertreter einer neuen Generation der 5-HT3 Rezeptor Antagonisten zur Verfügung und bietet starken Schutz vor Chemotherapie induzierter Übelkeit und Erbrechen.

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