Schlafstörung

Ursachen für Schlafstörungen gibt es viele:  
Am häufigsten (ca. 70%) finden sich jedoch nicht organisch bedingte Schlafstörungen, das sind Schlafstörungen die keine körperlichen sondern psychische Ursachen haben. Schlafstörungen kommen z.B. bei depressiven Patienten sehr häufig vor – bis zu 90% dieser Patienten leiden darunter.

Wann spricht man von einer Insomnie?
Nach der internationalen Klassifikation für Schlafstörungen spricht man von Insomnie, wenn folgende Symptome auftreten:
  • Einschlafstörung, Durchschlafstörung, Frühmorgenerwachen oder nicht erholsamer Schlaf (trotz adäquater Schlafgelegenheit und –umstände)
  • mindestens eine der folgenden Tagesbeeinträchtigungen:

    • Müdigkeit
    • Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Konzentration oder Gedächtnis
    • geminderte Funktion im sozialen oder beruflichen Umfeld oder beeinträchtigte Leistung in der Schule
    • Stimmungsbeeinträchtigung
    • Tagesschläfrigkeit
    • Verminderung von Motivation, Energie oder Initiative
    • erhöhte Fehlerneigung oder Neigung zu Unfällen während der Arbeit oder während des Autofahrens
    • vermehrte Verspannungen
    • Kopfschmerzen
    • gastrointestinale Symptome als Folge der Schlafbeeinträchtigung
    • Sorgen und Bedenken über den Schlaf

Wie kann man Schlafstörungen behandeln – was kann ich tun?
Zur Behandlung von Schlafstörungen haben sich Einschlafrituale (z.B. einfache Atemübungen oder autogenes Training) und das Befolgen von Schlafhygiene-Regeln bewährt.

Regeln für eine gute Schlafhygiene
1. Regelmäßige Zeiten für Aufstehen und Schlafengehen an sieben Tagen in der Woche.

2. Kein Tagschlaf

3. Mäßige Schlafrestriktion: nur so lange im Bett liegen, wie auch tatsächlich geschlafen wird

4. kein Alkohol drei Stunden vor dem Zubettgehen

5. kein Nikotin drei Stunden vor dem Zubettgehen

6. kein Kaffee, Schwarz-, Grüntee oder Cola nach 14 Uhr

7. kein schweres Essen drei Stunden vor dem Zubettgehen

8. keine starke körperliche Anstrengung nach 18 Uhr (regelmäßige sportliche Betätigung vor 18 Uhr kann den Schlaf jedoch verbessern)

9. Das Schlafzimmer dient zum Schlafen (nicht zum Fernsehen oder essen). Die Temperatur sollte um 18 Grad Celsius liegen, Dunkelheit sollte gewährleistet sein.

10. Wecker wegdrehen oder ganz aus dem Schlafzimmer entfernen, um ständiges „auf die Uhr sehen“ zu vermeiden

11. Wenn sich der Schlaf nicht einstellen will, aufstehen, etwas lesen, nicht im Bett bleiben

12. Schlafzimmer frei von elektronischen Geräten halten

Diese Seite dient ausschließlich der Information und kann keinesfalls eine Beratung durch Arzt oder Apotheker ersetzen.